#Vespa velutina #Studie Aumeier #Vereinstreffen #Weihnachtsfeier
Liebe ImkerInnen, liebe Imker,
hier der Monatsbrief für Oktober 2026 vom 13.10.2026.

„Vier Völker tot, alle von der Velutina erledigt.“ Kaum wird das Thema angesprochen, kommen die entsprechenden Kommentare: „Ich kenne einen Imker, der einen Imker kennt, der alle seine Völker verloren hat.“ „Die Biester sind unheimlich aggressiv“ usw.
Gleich nach diesen Kommentaren kommt man auf das Thema Bekämpfung zu sprechen. Was ist besser: absaugen oder heißer Dampf, oder doch mit Graphit bestäuben? 5.000 € oder doch das noch effizientere Gerät für 8.000 €? Bei der „Velutina Army“ wird der Name zum Programm.
Haben sich die Imkerinnen und Imker nicht vor gar nicht allzu langer Zeit noch als Naturschützer verstanden? Haben wir uns nicht über viele Jahre bemüht, gegen das schlechte Image von Wespen und Hornissen anzugehen? „Dicke Brummer“ und nicht „gnadenlose Killer“ war das Motto. Was ist davon bei den Imkerinnen und Imkern übrig geblieben?

Lasst uns die Luft etwas aus der Diskussion lassen und uns mit den Ergebnissen einer der wenigen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema befassen.
Frau Dr. Aumeier hat in einer Feldstudie 2025 die Auswirkungen des Beflugs durch die Velutina auf die Entwicklung der Völker untersucht. Die Studie erstreckte sich auf Völker mit starkem Velutina-Beflug und Völker gänzlich ohne. Die Volksentwicklung wurde mittels der Liebefelder Schätzmethode dokumentiert.
Das Ergebnis: Selbst ein starker Beflug hatte keine Auswirkung auf die Volksstärke. Die Völkerverluste waren auch in der Region nicht höher, in der nachweislich nur wenige Nester entfernt wurden. Das Ergebnis stimmt mit der Umfrage des Mayener Instituts für Bienenkunde zu den Völkerverlusten überein: Die Völkerverluste sind in den Gebieten mit hoher Velutina-Dichte genauso hoch wie in den Gebieten ohne Vorkommen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass wir die Thematik etwas gelassener angehen sollten. Im Einzelfall mag es angebracht sein, ein großes Sekundärnest zu entfernen, falls es zu einer Gefährdung der Bevölkerung kommen könnte. Ihr könnt euch dann mit der Unteren Naturschutzbehörde in Verbindung setzen, die gibt euch Informationen über seriöse Schädlingsbekämpfer.
Zurzeit lassen sich viele Imkerinnen und Imker zu Velutina-Bekämpfern ausbilden. Uns fehlt es aber an aktiven Wespen- und Hornissenberaterinnen und -beratern. Die Bevölkerung aufzuklären, Tipps und Ratschläge für den Umgang zu geben und im Einzelfall ein Nest umzusiedeln, trägt zum Verständnis dieser nützlichen Insekten bei.

Am kommenden Donnerstag treffen wir uns für dieses Jahr zum letzten Mal um 18.00 Uhr im Bienengarten zu unserem Vereinstreffen. Kommt vorbei! Unter anderem geht es um unsere diesjährige Weihnachtsfeier.

Wir wollen die Weihnachtsfeier diesmal selbst organisieren und haben dafür den Raum am Christopherushof angemietet. Die Köche, die am Christopherushof für die Universität kochen, werden für uns zwei Gerichte zubereiten. Es wäre schön, wenn ein paar von euch bei der Planung und Umsetzung mitmachen würden.
Das Ganze findet am zweiten Donnerstag im Dezember statt. Ohne überfüllte, laute und teure Gaststätte machen wir uns einen netten Abend. Tragt euch das Datum 10.12. schon mal ein. Wir machen das Ganze mit Anmeldung, damit wir wissen, was wir bestellen müssen. Dazu werde ich euch noch einmal gesondert anschreiben.
Bis Donnerstag
Liebe Grüße
Martin