#JHV #Varroa #Bienengarten #Vespa Velutina
Liebe Imkerinnen, liebe Imker,
hier der Monatsbrief für den März 2026 vom 09.03.2026.

Jetzt Donnerstag findet unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt.
Die Einladung habt ihr schon vor ein paar Wochen erhalten.
Nochmal Zeit und Ort: Donnerstag, 12.03.2026 um 19.00 Uhr am Christopherushof in Annen.

Das Wetter der letzten Tage haben Viele sicherlich dazu genutzt einmal gründlich in die Völker zu schauen. Die Rückmeldungen die ich bisher bekommen habe, deuten auf eine gute Überwinterung mit wenig Völkerverlusten hin. Wenig Verluste sind immer ein Zeichen für eine gelungene Varroabehandlung.
In 2026 wollen wir einen Schwerpunkt auf die verschiedenen Behandlungskonzepte legen.
Neben der klassischen Behandlung mit Ameisensäure und Oxalsäure ab August in Kombination mit Drohnenschnitt und Ablegerbildung treten Konzepte wie die totale Brutentnahme, das Käfigen der Königin usw. mit einer Behandlung im Sommer. Auch Informationen über den Stand der Varroatoleranzzucht gehören dazu.
Unser Bienengarten bietet als offizieller Lehrbienenstand die Möglichkeit verschiedene Methoden auszuprobieren.
Auf unserer Webseite findet Ihr demnächst eine Übersicht.

Ab dem 02. April (Gründonnerstag) starten wir wieder Donnerstags ab 17:15 Uhr im Bienengarten.
Sowohl Donnerstags als auch Samstags ab 10:00 Uhr arbeiten wir an den Bienen.
Aber nicht nur: im Garten gibt es noch einige Baustellen bei denen jede Hilfe willkommen ist.

- "Ich habe sehr viele "asiatische Hornissen" im Herbst am Stand gehabt.“
- „Meine Völker haben ohne Verluste ausgewintert, so stark wie noch lange nicht."
So ein Imker aus unserem Verein. Wie passt das zusammen?
Während auf der einen Seite die "Velutina Armee" aufrüstet, gibt es bisher keinen einzigen gesicherten Nachweis dass ein durchschnittlich starkes Volk den Hornissen zum Opfer gefallen ist. Die Einschätzungen über die Risiken für die Imkerei gehen weit auseinander.
Wir versuchen Euch bei den Vereinsabenden soweit es geht auf dem Laufenden zu halten.
Damit unser Wissen nicht nur aus den diversen Internetforen kommt, hätte ich folgenden Vorschlag:
Wir nutzen diese Jahr dazu unsere Beobachtungen der "vespa velutina" zu dokumentieren. Dazu würde z.B. gehören:
- Wann habe ich sie an meinen Völkern entdeckt?
- Wie häufig und wie viele Exemplare?
- Verändert sich das Verhalten meiner Bienen?
- Dringen die Hornissen in das Volk ein und kommen sie auch wieder raus?
- Kann ich ein Abwehrverhalten der Bienen beobachten?
- Gibt es dabei Unterschiede zwischen den Völkern?
- Kann ich unterschiedliche Attacken bei starken und schwachen Völkern beobachten?
- Wo ist der Standort meiner Völker: Stadt, Stadtrand, Landwirtschaft, Wald.
- Gibt es Unterschiede beim zahlenmäßigen Auftreten der Hornisse?
- Haben Maßnahmen wie sogenannte Maulkörbe oder auch das hochkommenlassen des Bewuchses vor den Fluglöchern Einfluss auf den Jagderfolg der Hornissen?
- Beeinflusst das Auftreten anderer "Bienenjäger" (Wespen, europäische Hornisse) das Verhalten der Velutina?
Es gibt sicherlich noch vieles mehr zu beobachten. Haltet eure Beobachtungen einfach fest. Wir würden dann im November die gesammelten Erfahrungen zusammentragen. Sie sollten dann zusammen mit anderen Erkenntnissen zu Vorschlägen für den weiteren Umgang dienen.
Die Velutina ist gekommen um zu bleiben. Nestentfernung ist nur eine Maßnahme. Sie wird aber auf gar keinen Fall die Probleme die für uns eventuell auftreten können, lösen. Mit oder ohne Nestentfernung wird sich die Population der Velutina auf einem Niveau etablieren, dass das Auftreten vor unseren Völkern in Zukunft garantiert.
Ich wünsche Euch einen schönen Einstieg in das neue Bienenjahr.
Bis Donnerstag!
Liebe Grüße
Martin