Aus dem aktuellen Rundschreiben von Martin (vom 06.Juli)  +++ Ableger pflegen +++ Räuberei vermeiden +++ Honigernte +++ nächstes Vereinstreffen im August +++ Honigbewertung +++ 

monatsbrief ivwwUnsere im Mai erstellten Ableger wachsen und Ihr müsst jetzt auf eine regelmäßige Versorgung mit Futter achten. Pollen finden die kleine Völker reichlich, der Eintrag von Nektar und Honigtau reicht in der Regel nicht aus. Genug Futter bedeutet, dass auf den Waben kleine Futterkränze vorhanden sind. Zuviel bedeutet, die neu zugehängten Mittelwände werden ausgebaut und statt bestiftet werden sie mit Futter vollgetragen. Wie oft und wieviel ihr füttert hängt von der Volksstärke ab. Regelmäßige Gaben von 500 bis 1000 ml sind dabei ein gutes Richtmaß. Ableger die sehr schwach erstellt wurden entwickeln sich nur zögerlich. Ihr solltet abwarten - oftmals wachsen die schwachen Ableger bis Ende September noch zu ordentlichen Völkern heran.
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Ihr habt sicher schon bemerkt, dass die Bienen jetzt wieder sehr zügig reagieren, wenn ihr irgendwo Futter verschüttet oder eine Wabe aus Versehen außerhalb des Volkes habt stehen lassen. Die Sommertracht geht zur Neige, und die Bienen sind auf der Suche nach jeder noch so kleinen Futterquelle. Füttert deshalb eure Ableger am besten Abends und haltet die Fluglöcher sehr klein (1-2 Bienenbreiten). Wenn die Räuberei bei einem Volk eingesetzt hat ist sie nur schwer zu stoppen. Am besten erkennt Ihr sie am ungewöhnlich großen Betrieb vorm Flugloch. Wenn Ihr dann den Deckel abhebt, und es kommen euch ganz viele Bienen entgegen könnt Ihr sicher sein, dass diese Bienen in dieses Volk nicht gehören. Oftmals hilft es dann nur noch, Abends das Flugloch zu verschließen und das Volk an einen anderen Standort zu bringen. Bei genauer Beobachtung könnt ihr auch feststellen, falls die Räuber von eurem Stand kommen, aus welchem Volk sie stammen. Es entwickelt sich ein reger allerdings sehr einseitiger Flugbetrieb zwischen den Völkern. 
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Die Sommertracht geht zur Neige, und beim Blick in die Honigräume werdet Ihr schon viele komplett verdeckelte Honigwaben entdecken. Vor ein paar Tagen habe ich an verschiedenen Standorten im Schnitt einen Wassergehalt von 17% gemessen. Durch das kühlere und regnerische Wetter wird sich dieser Wert noch verbessern.
In den nächsten ein zwei Wochen solltet Ihr deshalb schon mal ans Schleudern denken. Benutzt eine Bienenflucht um die Honigräume bienenfrei zu machen. Gerade im Sommer ist das Abkehren der Honigwaben eine recht sportliche Angelegenheit. Schnelligkeit und sofortiges bienendichtes Verbringen der Honigwaben sind notwendig, damit Ihr nicht spätestens beim 3 oder 4 Volk ein ziemliches Chaos angerichtet habt. Legt deshalb einen Tag vorher die Bienenfluchten ein, und Ihr könnt ganz entspannt die Honigräume abnehmen.
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Ich wurde mehrfach darauf angesprochen, ob wir uns nicht mal wieder zu einem Vereinstreffen zusammen finden sollten. Wir haben dafür jetzt Donnerstag den 13. August ins Auge gefasst, wie üblich um 19.00 Uhr am Christopherushof. Wir werden uns - unter Einhaltung der Hygieneregeln und mit genügend Anstand - das erste Mal seit März wieder treffen. Näheres schreib ich euch dann noch in meiner August Info.
Wir haben auch mit unseren regelmäßigen Treffen in der Kleingartenanlage wieder begonnen - immer donnerstags ab 17.00 Uhr. Schaut doch einfach mal vorbei! 
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Im September wird für alle, die im Glas des deutschen Imkerbundes abfüllen, aller Voraussicht nach wieder die alljährliche Honigprämierung stattfinden. Die Infos dazu findet Ihr auf der Seite des Landesverbandes Westfalen-Lippe unter "Honigprämierung". Die Honigproben werden für die Vereine im Kreis zentral eingesammelt - und zwar am Samstag dem 29. 8. zwischen 10 und 16 Uhr am Christopherushof.
Der Kreisverein hat für die zweite Oktoberhälfte eine Kreisdelegiertenversammlung geplant. Der genaue Termin steht noch nicht fest, unsere Delegierten werden rechtzeitig über die Tagesordnung informiert. 
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