Aus dem aktuellen Rundschreiben von Martin (vom 28.Mai) +++  Schwarmkontrolle fortsetzen +++ Ableger pflegen +++ Nachzucht von Königinnen für Altvölker +++ kein Vereinstreffen im Juni +++ 

monatsbrief ivwwDas Schleudern der Frühtracht sollte so langsam abgeschlossen sein. Sobald die Linde anfängt zu blühen, muss wieder Platz im Honigraum sein.
Es sind immer noch zahlreiche Völker in Schwarmstimmung. Lasst euch bei der Kontrolle Zeit und geht gründlich vor. Vor allem bei dicht besetzten Waben kann die Kontrolle nicht ohne das Abschütteln der Bienen gelingen. Stoßt die Bienen nicht neben oder vor der Beute ab, denn falls Ihr die Königin noch nicht gesehen habt besteht immer die Gefahr, dass sie im Gras landet. Ihr müsst vor allem Lücken am Rahmenrand und die Ecken kontrollieren. Manchmal sind die Zellen so eingebaut, dass man sie erst auf den zweiten Blick entdeckt. Vergesst auch den Drohnenrahmen nicht. Auch dort können sich Schwarmzelle befinden.
Bei der Ablegerbildung passiert es immer wieder, dass man versehentlcih doch die Königin mitnimmt und das geschröpfte Volk dann Nachschaffungszellen anlegt. Bei der nächsten Schwarmkontrolle stellt ihr dann eine vermeintliche Schwarmstimmung fest. Zwar lassen sich Nachschaffungszellen aufgrund Ihrer Postion auf der Wabe gut von Schwarmzellen unterscheiden, es gibt aber auch Grenzfälle bei denen sich die Nachschaffungszellen ziemlich am Rand der Wabe befinden. Vor allem Völker, denen ihr vorher Brutwaben zur Ablegerbildung entnommen habt, solltet ihr vor dem Ausbrechen der Weiselzellen auf das Vorhandensein von frischen Stiften durchschauen. Stellt ihr fest, dass keine Stifte da sind. schaut in eurem Brutableger nach. In dem wird es, wenn er auf drei Waben erstellt wurde, sehr schnell zu eng, wenn sich in ihm die Königin befindet. Ihr müßt  dann Mittelwände zuhängen.
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Die Königin in den Ablegern, die Ihr Anfang Mai gebildet habt, ist jetzt - wenn alles geklappt hat - in Eiablage. Ihr solltet die Ableger möglichst zeitnah mit Oxalsäure oder Milchsäure einsprühen, dann ist die Wirksamkeit gegen die Varroen am größten. 
Sobald die erste Mittelwand ausgebaut und bestiftet ist, setzt ihr zwischen die Futterwabe und die ausgebaute Mittelwand eine neue Mittelwand ein. Ihr solltet dann auch damit beginnen das Volk mit regelmäßigen kleinen Futtergaben zu füttern. Achtet darauf, dass ihr nicht zuviel füttert, was ihr daran erkennt dass die neuen ausgebauten Mittelwände mit Futter zugetragen werden, und dann kein Platz für die Stifte mehr vorhanden ist.
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Wenn Ihr ältere Königinnen am Stand habt, die Ihr im Herbst austauschen wollt, solltet Ihr jetzt die neuen Königinnen nachziehen.
Für die Auswahl der Völker, von denen man nachzieht, sollte man bestimmte Kriterien beachten.
An erster Stelle sollte die Sanftmut stehen. Nicht nur weil viele von uns im städische Raum imkern und agressive Bienen Recht schnell das Image ruinieren, sondern auch weil das Imkern mit sanften Bienen einfach mehr Spaß macht. Es hat sich bewährt, bei jedem Standbesuch die Völker mit einer Note von 1 bis 6 zu bewerten. Eine 1 bekommen die Völker die so ruhig und sanftmütig sind, dass man zweimal hinschauen muss um zu erkennen ob sie noch lebendig sind. Die sechs ist für die Völker reserviert, denen man sich nicht nähern kann ohne angegriffen zu werden. Die meisten Völker bewegen sich so zwischen 2 und 5.
Neben der Sanftmut ist für ein angenehmes Imkern auch ein ruhiger Sitz der Bienen auf den Waben wichtig.
Völker die eine 2 oder 3 bekommen haben, an denen man in Ruhe - auch ohne Schutz- arbeiten kann kommen zur Nachzucht in Frage. 
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Unser nächstes Vereinstreffen im Juni wäre auf Fronleichnam gefallen. Aufgrund der Corona-Krise lassen wir auch dieses Treffen ausfallen.
Ende Juni entscheiden wir dann, wie es dieses Jahr weiter geht.
Es ist sehr erfreulich, dass es uns gelungen ist alle Monitoring Proben zur Faulbrutuntersuchung unterzubringen.
Dafür herzlichen Dank an alle Beteiligten, vor allem auch an unseren BSV-Obmann Martin Off für seinen Einsatz.
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